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HOFFENTLICH BALD WIEDER: Schwebend hinüber

Derzeit defekt

Nach einer Kollision mit einem Frachter bleibt die Schwebefähre vorerst außer Betrieb

Alles Wissenswerte finden Sie >>hier

Drei Verkehrswege treffen sich hier an einem Punkt: Die internationale Wasserstraße Nord-Ostsee-Kanal, die Eisenbahnlinie Hamburg - Dänemark und eine Straßenverbindung über eine Fähre von Rendsburg nach Osterrönfeld. Was für ein besonderer Verkehrsknotenpunkt – Berührungsfrei, ohne Ampel, ohne Hektik und ohne Gefahr.

Einmalig auf der Welt ist die Schwebefähre. Insgesamt noch sieben ähnliche Konstruktionen gibt es auf der Welt, aber allen ist eines gemein: An einem Stahlgestell über ein Gewässer wird ein Transportkorb hin und her bewegt, deswegen heißen sie eigentlich auch in anderen Ländern Transporterbrücken. Nur über den Nord-Ostsee-Kanal verbindet ein Fährkorb unter einer Eisenbahnbrücke die beiden Ufer. Auf Schienen, die außerhalb der Brückenfahrbahn angebracht sind, hält ein Fährwagen, angetrieben von 4 Elektromotoren à 12 KW, mit 12 Stahlseilen die Fähre.

Der geniale Ingenieur Dr. Ing. hc Friedrich Voß hat diese Fähre zusammen mit der Eisenbahnhochbrücke entworfen. Sie wurde am 2. Dezember 1913 dem Verkehr übergeben und pendelt seitdem regelmäßig von Ufer zu Ufer. Vier PKW und 100 Personen kann sie befördern. Der Fährmann in seiner Kabine über der Fahrbahn ist alleine verantwortlich für die sichere Querung. Der Fährkorb hat eigentlich nur eine wesentliche Veränderung seit seiner Inbetriebnahme erfahren. 1955 wurden die Fußgängerwege seitlich angebaut. Die Sicherheitstechnik allerdings wird laufend den neuesten Standards angepasst. So hat die Fähre ein Radargerät und auch einen Notantrieb und noch vieles mehr. Bereits bei Fertigstellung des NOK wurde von der damaligen Regierung festgelegt, dass alle Kanalübergänge für die Bürger kostenfrei sein sollen. So ist es heute noch.

Während eines Orkans am 13.01.1993 wurde die im Süden für die Nacht „geparkte“ Fähre losgerissen, in die Kanalmitte getrieben und kollidierte mit einem Küstenmotorschiff. Die Schäden an beiden waren gering. Seit über 100 Jahren pendelt nun unsere Fähre unfallfrei über den Kanal und wurde 1988 zum „Technischen Denkmal“ erklärt.

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung entschied im August 2012, die Schwebefähre für die Aufnahme in die UNESCO-Liste offiziell vormerken zu lassen und als Teil einer transnationalen Bewerbung an die Kultusministerkonferenz zu melden. Bis zur Anerkennung als Weltkulturerbe ist es also noch ein langer Weg.

Von morgens 5 bis abends 23 Uhr schwebt die Schwebefähre viertelstündlich von einem Ufer zum anderen der künstlichen Wasserstraße. Sie kann vier Autos und 60 Fußgänger in weniger als 2 Minuten die 135 Meter über den Kanal übersetzen.

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